gegen den Strom

Man will immer nicht der Norm entsprechen; versucht stets, irgendwie anders zu sein. Doch letztendlich werden wir mit nahezu jeder Handlung mehr und mehr allgemeine Masse. Man hält sich hier und da für außergewöhnlich, schimpft auf die Menschen oder denkt man wäre besonders eigenartig. Doch äußert man manche Gedanken hin und wieder, stellt man ganz schnell fest, dass Andere genauso denken. Und es sind vermutlich Tausende. Dann fällt ganz schnell der Spruch "Achso? Ich dachte immer, ich wäre die Einzige!"

Manche fühlen sich wohl, eingebettet zwischen all den Fischen, die sich vom Strom treiben lassen. Und hin und wieder schwimmt ein Fisch auch dagegen an, selten gelingt es ihm jedoch. 

Doch ist es denn unbedingt notwendig, anders zu sein als alle Anderen? Vollkommen gleich ist sowieso niemand. Jeder ist anders. Doch ist man anderen so viel ähnlicher, als man es von sich behaupten würde. Und warum will man überhaupt anders sein? Ist es, weil es so vieles gibt, was man an den Menschen missbilligt? Will man sich der Verantwortung entziehen, wenn es heißt "dieses Land hat...", "dieses Volk hat..." oder "die Menschen haben..." ? Und, wenn man so denkt, wäre es dann nicht auch an der Zeit, selbst etwas zu verändern?

Vermutlich haben wir einfach Angst. Angst, dass wir nichts Denkwürdiges hinterlassen werden, dass sich niemand an uns erinnern wird, wenn wir einmal nicht mehr auf dieser Erde sind. Aber was wäre denn so schlimm daran? Wenn wir unser Leben gelebt haben und am Ende zufrieden damit sind, ist doch alles okay. Oder?

 

Was denkt ihr dazu? Und zu welcher Sorte Fisch gehört ihr?

 


 

 

2.10.14 19:11

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